angelaochel.de

 

 

 

Der Blog


     

 


22. März 2019, 09:12

GNTM mit berühmtem Nacktshooting und Box-Fashion

Hallo Mädels,

jeder Mensch muss mal Trash gucken. Ich auf jeden Fall. Vor allem, wenn ich zu viel kluges Zeug gesehen habe und zu viel kluge, nette Leute um mich habe, dann muss ich unbedingt mal Trash gucken. Um mich zu erden. Um mir klar zu machen, die Welt ist nicht klug und nicht nett. David Lynch kann helfen, aber dessen Trash ist auch schon zu klug.

Es muss schon GNTM sein.
Ich gucke es mit meinen (nicht allzu jungen) Kindern, und wir rätseln immer: Sind die wirklich so? Oder hat ihnen das gerade einer gesagt, die sollen gerade dies oder jenes Seltendämliche machen oder sagen? Oder wird man so, wen man sich schminkt? Kontaktgift?
Wir wissen es nicht, vermuten aber immer einen Sinn im unsäglichen Unsinn.

Gestern war offenbar wieder so ein Tag an dem der Chef vom Sender gesagt hat: Da muss mehr Attitüde rein.
Oder so was.
Sagen die bei GNTM ja immer.
Oder Glamour.
Nur Glamour ist schwierig bei so einer Truppe, die aussieht wie auf einer Klassenfahrt, wo der Lehrer gerade mit Magen-Darm-Grippe abgeholt wurde und sie sitzen in der Jugendherberge fest und wissen nicht, wo die Tür ist (weil alle das Handy abgeben mussten).

In dieser Folge sieben von „Germany‘s Next Topmodel“ ist eine von denen (die fast alle gleich aussehen, wenn sie geschminkt sind) eine andere (die von den Kameramännern geliebt wird, weil sie immer was Kreuzbescheuertes macht) ja, was eigentlich? Geohrfeigt? Gehauen? Geschubst? Gekniffen? Oder nur nach dem Weg zum Bäcker gefragt worden?
Wie auch immer. Drama. Verdeutlicht von Frau Klum mit Dramablick. Da ist das Nacktshooting nun wirklich egal, oder? Oder sonstiger Content.
Es wurde bereits im Internet angekündigt und wir warten alle auf die Schlägerei.
Aber vorher kommt erst mal alles andere:
Also das Nacktshooting.
Laaaangweilig.
Man sieht von den Damen ja sowieso nur Hunde an den entscheidenden Stellen, die sich eigentlich nicht bewegen (was haben die geraucht? Die Hunde jetzt).

Es ist soooo unsagbar. Vor allem, wenn das Mädchen, was das Nacktshooting am besten gemacht hat, als Belohnung eine Fahrradhelm-Kampagne des Bundesverkehrsministeriums shooten darf. Jippi!
...also sie trägt den Helm dabei auf dem Kopf. Ohne Hund.

Frau Bündchen kommt. Ein altes Topmodel, dass aber soundsoviel Follower irgendwo hat und deswegen offenbar ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Die Neumodells sind außer sich, wobei meine Jungs stark bezweifeln, dass die überhaupt wissen, wer das ist (diese Leute haben es ja an sich, dass sie in Realität ganz anders aussehen als auf Fotos), aber diese Frau Bündchen hat einen sensationellen Geheimtipp. Sie weiß, wie man trotz des ganzen Stresses im Model-Business entspannt bleibt:
Und zwar sagt sie: "Atmen“.

Und recht hat sie! Ohne Atmen hat man viel mehr Stress! Probiert es aus. Vielleicht habt ihr dann auch so viele Follower!

Und wann kommt die Schlägerei?
Schwarzes Bild.
Das war es schon???
Enttäuschend!
Immerhin Heidi Klum mit Weichzeichner und Dramablick.
Ooooch. Schon vorbei?
Na, immerhin haben wir was zu reden, wenn wir schon nix gesehen haben...


Hach, wenn man so einen Trash gesehen hat, denkt man fast, der Blödsinn, der um mich herum geschieht, hat wenigstens Methode….

In diesem Sinne
Frau Bäumchen

Redakteur




19. März 2019, 08:18

Hausfrauengedanken


Hallo Mädels,

man ist ja manchmal stinksauer und dann muss man auch mal was sagen. Das tue ich jetzt mal:

Also...

Zu ergründen, was früher da war Huhn oder Ei, ist ebenso unproduktiv, wie die Frage,

ob gewisse Frauen dumm sind
und daher nur fürs Putzen und Waschen taugen

oder

dumm wurden, nach Übernahme dieser undankbaren Arbeit

oder gar

nur dumm zu nennen sind,
weil sie die nicht enden wollende Hausarbeit freiwillig übernahmen,
in der irrigen Annahme,
der Gatte und die Gesellschaft
wissen dies zu schätzen.

Könnt Ihr mir folgen?

In diesem Sinne
Das Fusselsieb der Gedanken

Redakteur




15. März 2019, 11:52

Mich gibt es mehrfach

Hallo Mädels,

sind wir nicht alle mit einer gespaltenen Persönlichkeit gesegnet? So werden Selbstgespräche erst richtig interessant. Man weiß nie, wer gewinnt.

Mich gibt es nämlich einmal bei Instagram unter

A. Ochel.

Da gibt es vor allem bildlich das, was mich umtreibt, was ich lese und erlebe. Und mir macht es Spaß dort, wie ist es mit Euch?

UUUuuuuund dann noch...

Es gibt mich aber auch auf

Facebook.

Als Angie Ochel - das ist eher privat. Da gibt es alles, was mir außerhalb meiner Manuskripte echt passiert.

Und als Hanna Simon, die Schriftstellerin der "Wir können alles - außer Männer"-Reihe unter

@hannasimonautorin

Da wird immer aktuell die neusten Romane auch vorangekündigt, Infos von meinem Verlag und Fotos von meinen Lesungen.

Freu mich, wenn Ihr mal Neugierde beweist.


In diesem Sinne
Die Autorin

Redakteur




15. März 2019, 08:30

Die Freiheit ist weiblich

Hallo liebe Mädels,


ich bin traurig. Fühle mich von Umständen und meinem Inneren getrieben. Fühle mich unfrei.

Was mir immer mehr auffällt, vielleicht weil ich Zeit habe oder weil ich reifer bin: An dem Grad, an dem sich Frauen in einer Gesellschaft frei bewegen und entscheiden können, erkennt man die Qualität der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in ihr.

Das Thema ist groß und schwierig.
Die Freiheit der Frau wurde ja schon viele Jahrhunderte früher eingeschnürt.

Viele von uns fügen sich ohne große Anweisungen, ja fast von Männern und Frauen UNBEMERKT in die momentane Ungerechtigkeit in der uns einschnürenden Gesellschaft,
weil wir so erzogen,
unsere Mütter so erzogen
und unsere Großmütter so erzogen wurden.

Und keine dieser Frauen war dümmer als eine andere!
Und doch. Es ist Unrecht. Uns muss kein Mann mehr unterdrücken, die Unterdrückung ist ja schon in uns.

Wo ist unsere Freiheit?


In diesem Sinne
Eine Frau

Redakteur




01. März 2019, 07:56

Gretchenfrage oder Geldchenfrage



Hallo Mädels,

wie immer hilfreich und gut, will ich erst klären, was das ist, die Gretchenfrage.

Es ist die eher unangenehme Frage nach der Gesinnung. Die Forderung absoluter Ehrlichkeit. Der Begriff stammt (wie alles Komplizierte in der deutschen Sprache) vom alten Goethe und natürlich aus dem FAUST.

Darin stellt die Figur Gretchen, der Hauptfigur Heinrich Faust die Frage: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“

Würde Gretchen mir ihre Frage stellen, würde ich schreiend weglaufen. Faust hingegen hat das anders geklärt.

Er hat Gretchen in den Wahnsinn getrieben.

Faust und ich, wir halten nichts von Religion, doch diese Ablehnung hilft uns nicht wirklich weiter, wir glauben doch beide an etwas.

Da ist doch was, denken wir und haben recht.

Aber der Glaube daran ist nicht groß. Größer ist der Glaube ans Geld.
Geld.
Was die Menschen für ein paar Euro bereit sind zu beißen, zu kratzen und zu betrügen.

Dafür zerstören wir, dafür morden wir, dafür lassen wir andere vor die Hunde gehen.

Stell mir nicht die Gretchenfrage, denn dann frag ich nach deiner Kontonummer.

Lassen wir es für heute gut sein.
Ich habe schlechte Laune, Faust.

(Goethe war übrigens gehobener Mittelstand mit Anschluss an den Adel...nur soviel dazu)


In diesem Sinne
Lotte von Willmehr

Redakteur




26. Februar 2019, 11:34

Pseudonym

Hallo Mädels,

eigentlich dachte ich ja, es würde sich wichtig anfühlen, wenn man erst mal so viele Bücher geschrieben hat, dass man ein Pseudonym bekommt.

Meins ist Hanna Simon.

Nichts gegen zu sagen. Hanna hat sogar eine eigene Facebookseite und ist somit offiziell zum Leben erweckt.

Aber jedesmal wenn mein Sohn zu mir sagt: "Mama, wie war noch mal dein Deckname?"

...dann komme ich mir schrecklich langweilig vor.
Tja...
Gähn...
Ach, wann kommt eigentlich der neue James Bond raus?


In diesem Sinne
007,5

Redakteur




18. Februar 2019, 11:22

Ich liebe die Sonne

Hallo Mädels,

es geht mir wie meinen Söhnen, die vor dem Mittagessen doch noch schnell eine Tafel Schokolade in sich hineinfuttern wollen.

Da empört sich die Pädagogik-Mutti aber!

Aber leider geht es mir mit dem klimatisierten Frühling so.
ich schiebe mir zu viel Sonne schon vor dem Sommer rein! Pfui!
Was war das für ein herrliches Wochenende! Sonne satt! Auf dem Balkon arbeiten und ab und zu das bleiche Gesicht gen Sonne erheben.
Erhebend! Für wahr.
Ob ich deswegen bessere texte schreiben, ist fraglich, aber immerhin habe ich bei deren Korrektur bessere Laune!

So. Nun zurück zum Thema.

Sonne
Winter
Scher
und
Nichts

verdammt, es ist Winter!
Winter.
Das mit dem Kaltsein.
Kalte Füße, kalte Hände.
Genau.
Wir hatten kaum kalte Tage, wir hatten nur graue Tage, das reicht aber nicht.
Wir haben uns den Winter noch gar nicht verdient.
Und die Natur weiß auch nicht, was nun los ist.

Wir sind verwöhnte Blagen!


In diesem Sinne
Edelnougat

Redakteur




12. Februar 2019, 10:42

Arroganz


Hallo Mädels,

ein edles, ein weites Thema, aber ich mache es kurz. Es gibt Momente, da denke ich folgendes:


Woher soll er das wissen, dass ich nicht arrogant bin. Sondern nur klüger als er.
Mein Fehler.




In diesem Sinne
Alles Gesagte

Redakteur




08. Februar 2019, 12:09

Neues Buch ist heute raus!


Hallo Mädels,

da hör ich mal butz auf, mit dem Grünkohlkochen und rufe Euch zu:

MEIN BUCH IST RAUS!

MÜTTER
SIND
AUCH
NUR MENSCHEN!

Ganz Mühlheim und halb Hessen ist versammelt und staunt.
Na, los. Kauft, sonst wird mein Grünkohl kalt!

In diesem Sinne
Autorin ist anwesend

Redakteur




31. Januar 2019, 14:41

Fair Fashion – Jeder Mensch ist käuflich

Hallo Mädels,

geht das nur mir so, oder habt Ihr auch immer mehr Probleme, Dinge vor Eurem Gewissen zu verstecken?

Das mit Füßen getretene Recht, wenn es sinnvoll ist. Frauenrechte, Kinderrechte, Rechte von Minderheiten.

jaja, schon gut. ich mach hier nicht die große Box auf, ich bleibe im Kleinen.

Ich meine es viel einfacher… Ich meine so Dinge wie Einkaufen.
Jetzt nicht die Augen verdrehen, Ihr lieben Kämpferinnen!
Fangen wir doch da an! Einkaufen!

Ich liebe es einzukaufen, mich neu einzukleiden, Räume zu gestalten, Möbel und Stoffe auszusuchen, Schmuck und Düfte. Und natürlich auch Essen.
Ich koche gerne. Und mein Mann bekocht uns immer am Wochenende. Es macht unglaublich Spaß ihm zuzusehen, wie er da so brutzelt und kocht. Und ich trinke derweil irgendwas aus einer Flasche, die er mir (allerdings meist unter Protest – dass er ja arbeiten muss und ich trinke) aufgemacht hat.
Schönes Bild, oder?

Beim Alltags-Einkauf fängt es profan an. Ist es gut, das ich so viel Süßigkeiten esse? Und meine Kinder? Ist es gut, dass ich so gerne einen Wein trinke und meine Kinder gerne Limonade in Knallfarben?

Das sind egoistische Fragen, denn im Grunde frage ich bloß so blöd danach, weil ich bitte nicht dicker (noch dicker) werde will. Oder Runzelhaut bekomme (noch mehr).

Also frage ich nochmal genauer: Ist das Essen gesund?
Und was dieses Wort „gesund“ ja gar nicht einschließt, ist, war die Herstellung gesund für die Umwelt? Gesund für das Tier, die Pflanze, für den Erntehelfer?

Gut, man kann sich den Tag auch ganz anders versauen, aber ich muss das denken.
Und ich brauche dringend Antworten. Und auch den Mut zu antworten!

Ich bin kein Vegetarier. Ich mag gutes Fleisch und bin der Überzeugung, der Körper braucht es auch in Maßen. Ja.
Aber egal welches Fleisch? Hauptsache die Soße ist gut? Nein.
Stelle ich die Frage nach dem Preis? Beim Metzger?
Die Frage ist doch nicht, ob das teuer ist, sondern ob der Preis das rechtfertigt.

Rechtfertigt ein Schnäppchen eine kaputte Umwelt oder grausame Tierhaltung, schlecht bezahlte Arbeiter?

Auch wenn es klingt, als wäre ich eine guter, ein verantwortungsvoller Mensch, ist das leider nicht so.
Jeder Mensch hat seinen Preis. Und ich auch.

Irgendwann wechseln wir die Perspektive. Ich würde sogar sagen, die Perspektive wechselt UNS.

Wie viel Umstände nehme ich in Kauf, um ein schönes Kleid zu kaufen. Wann ist mir die Herstellung egal, wenn das Aussehen und der Preis stimmen? Und: Ist es wirklich meine Verantwortung?
Die Antwort ist schnell ausgesprochen. Ja.
Es ist meine Verantwortung.
Auch wenn ich mir ein neues Handy kaufe, obwohl das alte noch funktionierte, einen Kühlschrank, einen neuen Flachbildschirm (Manno, es gibt so tolle! Und wir haben so einen uralten, unscharfen!)…

Autofahren habe ich mir schon fast abgewöhnt. Gehe in meiner Stadt zu Fuß oder bin mit dem Rad unterwegs. Auch meine Kinder.

Gut, oder?
Reicht nicht, brüllt mein Gewissen wutentbrannt, und ich versuche es zu überhören.

Aber wann ist mein Preis erreicht? Viel zu schnell.
Wenn ich an die fair gehandelten, fair produzierten Dinge nur per Versandhandel dran komme.
Wenn ich Lust auf eine Bratwurst hab am Stand.
Und ja, ich gebe es zu, wenn manche Leute auf mich herab blicken und blöd fragen, ob ich keinen Führerschein oder kein Auto habe.
Das ist der Punkt. Das ist mein Preis. Und den zu bezahlen fällt mir schwer.

Ich kaufe zwar die Bratwurst aber kein Auto, aber ich fühle mich schlecht.
Und das, weil ich Gutes tun wollte.

Schlechtes Geschäft. Oder?

In diesem Sinne
Preisboxerin

Redakteur



Seite 1 von 74